Hans
Althaus widmet sich schon seit vielen Jahren dem Leben und Werk von Peter Paul
Althaus (1892-1965). In Köln lässt er die legendären Traumstadtabende
stattfinden, um sie nicht in Schwabing zu einer „liebevollen Legende“ wer
Peter Paul Althaus, seine Freunde nennen ihn kurz
PPA, hat uns über sein Schaffen nur kurz wie in einer Zusammenfassung in seinem
Selbstportrait unter dem Titel: „Unter den Dächern von Schwabing“ berichtet.
Auch liegt damit kein Werksverzeichnis vor. Erschwerend ist zudem, dass er
manches unter Pseudonymen veröffentlichte.
Es fällt auf, dass PPA nach dem 2. Weltkriege
versuchte, das alte Schwabing neu zu beleben. Bekannt wurde er aber als die
Inkarnation Schwabings mit seinen Traumstadtgedichten. Er, der Dichterkönig
Schwabings, war der 1. Bürgermeister seiner Traumstadt. Er ernannte verdiente
Mitbürger zu Ehrenbürgern mit vielsagenden Titeln seiner Traumstadt. Der
damalige OB von München, Dr. Vogel, nannte ihn einen Kollegen. Es ist aber
festzuhalten, dass es seine Gedichte waren, die der Nachwelt in Erinnerung
blieben und seinen Ruhm begründeten.
Trotzdem war es nur ein kleiner Schritt, einmal
wieder daran zu erinnern, dass PPA auch Prosa geschrieben hat. Das Suchen in
seinem Nachlass und in seinen Veröffentlichungen war bemerkenswert ergiebig. Die
Suche dürfte nicht beendet sein, zumal manches Pseudonym noch zu deuten ist.
Unberücksichtigt in diesem Zusammenhang sind die Rundfunkstücke, die für den
Augenblick geschrieben wurden und seine Übersetzungen aus dem Amerikanischen,
Französischen und Indischen über das Englische und die Neufassungen der
Schildbürgerstreiche in seinem Lalebuch. Vieles dürfte unwiderruflich
verlorengegangen sein wie z.B. die Ausgaben des „Reagenzglases“ aus seiner
Münsteraner Zeit oder die Texte, die er für die Kabarette „Zwiebelfisch“,
„Schwabinger Laterne“ und „Monopteross“ schrieb.
Es verblieb eine auffallende Zahl von
Kurzgeschichten, Essays, Reden und Buchvorworten, die ich erstmals für ein Buch
zusammengestellt habe, das im Pendragon Verlag erscheinen soll.
Eine kleine Auswahl der Prosastücke meines Onkels
stelle ich dem Publikum des Künstlerkreises KALEIDOSKOP vor,
die den einzigartigen Humor dieses Dichters unterstreichen sollen.
Bei
der Beschäftigung mit der vorwiegend heiteren Lyrik blieb es nicht aus, dass
auch etwas Eigenständiges entstand und sich Besinnliches zu Reimen verdichtete.